Prothese
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Fehlende Zähne wurden früher häufig durch künstliche Kronen, Brücken oder herausnehmbare Teil- bzw. Vollprothesen ersetzt. Bei einigen dieser Formen war es erforderlich, die gesunden Nebenzähne zu opfern, die abgeschliffen wurden und so die Befestigung der künstlichen Ersätze sicherstellten. Dabei wurde die Wurzel nicht ersetzt. Der leere Raum im Kiefer blieb unausgefüllt, wodurch es zu einer Schrumpfung des Knochens und im Laufe der folgenden Jahre zu einem Verlust des ursprünglichen Knochenfleischs – der sog. Atrophie – kam. Die Folge war häufig eine schlecht sitzende Zahnprothese, was bei vielen Patienten zu einer Scheu vor sozialen Kontakten sowie zu einem Verlust des Selbstvertrauens führte.
Heute gibt es zum Glück eine neue Lösung dieser Situation. Dabei handelt es sich um die Ersetzung eines Zahns durch ein Implantat oder – jetzt neu - um die Einbringung eines Miniimplantats und die Verklemmung der ganzen Prothese.Über Zahnimplantate können Sie in der neuen Rubrik mehr erfahren.
Hybridprothesen – einschiebbare Verbindungen
Hybridersätze sind, wie schon der Name sagt, bestimmte Kreuzungen zwischen einem festsitzenden Ersatz und einem herausnehmbaren Ersatz. Verwendung finden sie vor allem bei Patienten, bei denen aus irgendeinem Grund kein festsitzender Ersatz durchgeführt werden kann, oder wo der Ersatz aus finanziellen oder gesundheitlichen Gründen nicht mit Hilfe von Zahnimplantaten durchgeführt werden kann.
Der hybride Zahnersatz wird mit speziellen Attachments - (Klemmen oder einschiebbare Verbindungen) - im Mund befestigt (entweder werden sie am Zahn befestigt oder auch am Implantat), und der andere Teil des Attachments wird in den Körper des eigentlichen Hybridersatzes eingebracht. Nach dem Einschnappen in den Mund ist der Ersatz sozusagen „fest“, aber er kann abgekoppelt werden. Im Mund sind keine Spangen und Drähte zu sehen, und gleichzeitig sitzt der Ersatz „fest“. Diese Zahnersätze gehören zu den anspruchsvollsten prothetischen Arbeiten.
Hybride Zahnprothese, an zwei Titan-Zahnimplantaten fixiert
Gibt es eine Alternative zu den "Zähnen fürs Glas"?
Welche Alternative bietet moderne Zahnheilkunde, wenn man einen zahnlosen Ober- und Unterkiefer, eventuell beide Kiefer zahnlos hat? Hier gibt es drei mögliche Lösungen: Zahnlos bleiben, sich („auf Kosten der Kasse“) eine herausnehmbare dentale Vollprothese anfertigen lassen oder in einige Zahnimplantate investieren und sich so eine vielleicht auch festsitzende nichtherausnehmbare Zahnprothese gönnen.
Die erste beide Varianten sind eher eine Billiglösungen, die jedoch seine Unannehmlichkeiten bereiten. Die Zahnimplantate sind zwar nicht die günstigste Möglichkeit, jedoch haben Sie damit auf die Dauer die Beste, sicherste, komfortabelste und esthätischste Lösung gefunden.
Warum komfortabel? Wie Erfahrungen aus vielen stomatologischen Praxen zeigen, bringen Prothesen für die Patienten nicht wenige Probleme mit sich, und trotz häufiger Nachbesserungen im Mund falsch sitzen oder drucken.
Problematik einer einfachen Zahnprothese
Die Prothese hält sehr oft schlecht. An der unvollkommenen Haftung und Fixierung einer herausnehmbaren Vollprothese können mehrere Faktoren beteiligt sein. Gegeben ist dies einerseits durch die technischen Möglichkeiten der Prothese (in einen Apfel beißen wir einfach nicht mehr hinein), andererseits durch den Charakter und die Menge des Speichels und der Schleimhaut, durch das Ziehen der Schleimhautfalten und auch durch den Knochenwulst des Kiefers, auf dem die Prothese ruht. Nicht selten unterliegt der Knochenwulst einer sog. Resorption. Er verliert an Höhe und an Breite, die Knochenmasse nimmt ab. Dadurch verkleinert sich die Fläche, auf der sie anliegt und auf die sich die Zahnprothese stützt. Eine große Rolle spielt dieses Faktum vor allem im Unterkiefer. Der Unterkiefer gewährt zur Fixierung der Prothese viel weniger Platz , als dies im Oberkiefer der Fall ist. Zur Instabilität der Prothese tragen auch die unvermeidlichen Bewegungen der Zunge bei. Im Oberkiefer benutzen wir auch viel mehr die Fähigkeit der Prothese, sich an die relativ große Fläche des harten Gaumens festzusaugen.
Wenn die untere Vollprothese nicht hällt, man kann nicht nur richtig essen, sondern auch nicht sprechen.
Hybridprothesen – Vollprothese mit Titan-Zahnimplantaten
Das Zahnimplantat ist in diesem Fall eine Titanschraube, die innerhalb von mehreren Zehnminuten in lokaler Anästhesie in das vorgebohrte Loch im Kiefer ambulant eingebracht wird. Nach der eigentlichen Implantation geben wir dem Implantat die Möglichkeit zur Einheilung. Dieser Zeitraum ist verschieden lang. Je nach Art des Implantationssystems, das angewendet wird, bewegt er sich zumeist zwischen 6 Wochen bis 5 Monaten. In einigen Fällen können die Implantate sogar direkt nach ihrer Einbringung in den Kiefer durch die Prothese belastet werden!
Gesundheitskriterien für Hybridprothesen
Jeder, der sich für die Alternative der Hybridprothesen entscheidet, muss bestimmte Gesundheitskriterien erfüllen. Gesamterkrankungen, wie z.B. Erkrankungen der Leber, Nieren, Osteoporose, Diabetes und Immunstörungen, können je nach ihrer Schwere, ein limitierender Faktor sein. Alleine schon das Verhalten des Patienten im Sinne der Fähigkeit, eine perfekte Mundhygiene aufrecht zu erhalten, kann einen erheblichen Einfluss haben auf die langfristige Funktionsfähigkeit des Implantats im Knochen. Einen bedeutenden Einfluss auf die Möglichkeit einer erfolgreichen Implantation spielt auch die ausreichende Breite und Höhe des gesamten Kiefers, in den implantiert wird. Falls das Implantat nicht eingebracht werden kann, bietet sich die Möglichkeit, ein Miniimplantat einzusetzen.
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