Zahnimplantate

Was sind Zahnimplantate?

Es handelt sich um künstliche Zahnwurzeln, die auf chirurgischem Wege in den Knochen eingebracht werden. Verwendet werden sie in Verbindung mit einer Krone, einer Brücke oder einer herausnehmbaren Prothese.

Wer ist ein geeigneter Patient?

Erwachsene mit einem gesunden Parodont, einem hochwertigen Knochengewebe und einer hervorragenden Mundhygiene.

Wie aufwendig ist die Behandlung?

Eine Implantation erfordert 1-2 Besuche bei einem stomatologischen Chirurgen; die Behandlung ist nach 3-9 Monaten abgeschlossen. Empfohlen werden regelmäßige stomatologische Kontrollen in einem Abstand von einem Monat. Implantate wurden zu einem mächtigen Instrument in den Händen der Ärzte und Patienten bei der Lösung einer ganzen Reihe von stomatologischen Problemen. Während der zehnjährigen Entwicklung, bei der es zu einer ständigen Verbesserung ihrer Eigenschaften kam, gelangte die Implantologie an einen Punkt, wo diese Behandlungsweise genauso normal benutzt wird, wie beispielsweise die Anfertigung von Brücken oder Prothesen. Implantate können bei allen möglichen Problemstellungen benutzt werden, angefangen bei dem Verlust eines Zahnes, bis hin zum Ersatz eines gesamten Zahnbogens. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf drei Bereiche, wo Implantate am häufigsten Verwendung finden. Die Implantologie ist kein alle Probleme lösender Fachzweig, doch steht es außerhalb jeder Diskussion, dass Sie in der normalen stomatologischen Praxis heute immer häufiger auf sie treffen.

Die Verwendung von Zahnimplantaten

Zahnimplantate können bei einer ganzen Reihe von Problemen appliziert werden, jedoch bei drei Situationen – siehe unten, wird deren Verwendung besonders vorteilhaft, v.a. weil sie die Qualität des Lebens verbessert.

Der Verlust eines Zahnes

In Fall, dass ein Zahn nicht mehr vorhanden ist, ist die Verwendung eines Implantats besonders vorteilhaft, sofern die an die Lücke stoßenden Zähne absolut gesund sind und es nicht notwendig ist, sie mit einer Krone zu versehen. Bei der klassischen Behandlung mit einer festsitzenden Brücke ist notwendig, die an die Lücke stoßenden Zähne bis auf die Krone abzuschleifen, die die Rolle einer Pfeilerkonstruktion erfüllt. Falls die benachbarten Zähne sich in einem schlechten Zustand befinden, muss dies noch kein Problem darstellen, doch handelt es sich um intakte Zähne oder um Zähne mit nur kleinen Füllungen, so stellt das Abschleifen einen relativ aggressiven Eingriff dar. Kurz und gut: Kronen sind hervorragend, falls Sie sie benötigen, aber nicht sehr förderlich für gesunde Zähne!

Einseitig verkürzter Zahnbogen

Dieser Defekt stellt eine Situation dar, wo es zu einem Verlust im Abschnitt der Backenzähne und Prämolaren kam und wo die Lücke hinten nicht von einem anderen Zahn abgegrenzt wird, der sich zur Verankerung einer Brücke eignen würde. Diese Situation wird in der Regel durch einen teilweise herausnehmbaren Zahnersatz geregelt. Bei einer einseitigen Behinderung gestaltet sich diese Behandlung aber angesichts der Problematik der Stabilität einer solchen Prothese als in hohem Maße kompliziert. Die auf die Implantate verankerte Brücke bewahrt den Patienten vor dem Tragen dieser gewissermaßen erschreckenden Metallkonstruktion.

Verlust aller Zähne im Kiefer

Das Tragen insbesondere eines unteren und mitunter auch einer oberen Zahnprothese stellt eine relativ starke Beeinträchtigung des Wohlbefindens beim Kauen dar, denn diese Prothesen werden durch nichts an ihrem Platz gehalten. Die Verwendung verschiedener Haftmittel kann diese Situation gewissermaßen verbessern, aber von einer vollen Zufriedenheit der Patienten kann zumeist keine Rede sein. Einige Implantate mit speziellen die Prothese verankernden Attachments (verschiebbare Verbindungsstücke) können das Wohlbefinden des Patienten jedoch sehr entscheidend verbessern.

Die Anwendung von Zahnimplantaten

Eine Implantation stellt einen relativ einfachen chirurgischen Eingriff dar, bei dem der Arzt das Implantat vorsichtig in den Kieferknochen „einsetzt“. Über einen Zeitraum von 3-6 Monaten verläuft die Einheilung, in deren Verlauf eine feste Verbindung zwischen Knochen und Implantat gebildet wird. Dieser Prozess wird mit dem Terminus Osseointegration bezeichnet. Nach der vollständigen Einheilung des Implantats fertigt der Stomatologe auf klassische Weise eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese mit verschiebbaren Verbindungen an. Über die Eignung der Verwendung eines Implantats entscheiden bis zu einem erheblichen Grad der gesundheitliche Zustand und die Persönlichkeit des Patienten. Sehr riskant ist die Verwendung von Zahnimplantate beispielsweise bei unbehandelten Diabetikern und dekompensierten Diabetikern, bei starken Rauchern und bei Kranken mit einer unzureichenden Hygiene der Mundhöhle. Bei Einhaltung aller Grundsätze und Arbeitsverfahren liegt heute die angegebene Erfolgsquote von Implantationen bei ca. 95 %. Misserfolge gehen meist auf eine bakterielle Infektion zurück, die die feste Verbindung zwischen Knochen und Implantat beeinträchtigt.

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